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SystemPanel – ein Systemmonitor für Android

10. Mai 2010 dirks Kommentare ausgeschaltet

Als ich vor einem Monat die Mugen Power Akkus für mein HTC Hero getestet habe, war ich auf der Suche nach einer Applikation, die Systemlast und Akkuverbrauch über einen längeren Zeitraum protokollieren kann. Leider fand ich mit der Suche nach einem “battery monitor” nichts Brauchbares und hatte mich gedanklich schon damit abgefunden, so etwas selbst zu programmieren.

Gestern habe ich festgestellt, dass ich ein hervorragendes Programm übersehen habe: SystemPanel! SystemPanel protokolliert nicht nur den Akkuverbrauch, sondern ist ein vollwertiger Systemmonitor für Android-Smartphones.

SystemPanel befindet sich nach Aussage des Entwicklers zur Zeit im Beta-Stadium. Das Programm ist aber bereits jetzt sehr ausgereift und reich an Funktionen. Die Applikation kann zur Zeit kostenlos aus dem Android Market installiert werden. Die aktuelle Betaversion kann bis zum 14. Mai verwendet werden. Der Entwickler plant nach eigener Aussage, das Programm danach in eine kostenlose, werbefreie Light-Version und eine kostenpflichtige Vollversion aufzuteilen.

Das Programm startet mit einer Taskliste. Gruppiert in aktive, inaktive und Systemprozesse listet es die laufenden Programme und Services auf. Im oberen Teil des Fensters findet man anschauliche Diagramme für die aktuelle CPU-Last, die Speicherauslastung, die Belegung der SD-Karte, den CPU-Takt und den Netzwerktransfer.

SystemPanel: Hauptfenster mit Taskliste

SystemPanel: Hauptfenster mit Taskliste

Klickt man auf eines der Programme in der Liste, so erfährt Details über Speicherverbrauch und CPU-Zeit dieses Programms. Bei Bedarf kann das Programm auch gekillt werden. Da sollte aber nur in Ausnahmenfällen erforderlich sein. Android beendet nicht benutzte Programme selbstständig, sobald es Ressourcen frei machen muss.

SystemPanel: Prozessdetails

SystemPanel: Prozessdetails

Weitere Funktionen des SystemPanels findet man im Menü auf der Hauptseite:

SystemPanel: Menü

SystemPanel: Menü

Unter Dev Info kann man Detailinformationen zu CPU, Betriebssystem, Batterie, Speicher und Netzwerk abrufen.

SystemPanel: Device Information

SystemPanel: Device Information

Klickt man im Hauptmenü auf Monitor, so kann man sich weitere Details zum aktuellen Systemzustand (Live) anzeigen lassen:

  • Aktuelle CPU-Auslastung aufgeteilt nach System, User, Nice und Idle
  • Aktueller Netzwerkverkehr
  • RAM-Auslastung und Belegung der SD-Karte
  • Batterieladung in %, Batteriespannung und -temperatur
SystemPanel: Monitor Live

SystemPanel: Monitor Live

Sofern in den Einstellungen (Hauptmenü > Settings) der Monitoring Service eingeschaltet ist, findet man auf der Ansicht History das grafische Protokoll der Akkuladung, der Gerätenutzung und der CPU-Last für die letzten Stunden oder Tage:

SystemPanel: Monitor History

SystemPanel: Monitor Live

Genau das hatte ich für meinen Batterietest gesucht. Perfekt!

Der Monitoring Service sollte nur bei Bedarf aktiviert werden. Wie jedes Programm verbraucht auch das Monitoring CPU-Zeit und damit Akkuladung. Der Entwickler von SystemPanel scheint das Programm grundsätzlich sehr stromsparend angelegt zu haben. Trotz dauerhaftem Monitoring konnte ich keine wesentliche Verkürzung der Akkulaufzeit wahrnehmen.

Ich habe das Programm sowohl mit meinen HTC Hero (Android 1.5) als auch mit dem neuen HTC Desire (Android 2.1) getestet. Auf beiden Geräten arbeitete SystemPanel sehr gut. Ich kann das Programm nur empfehlen und werde mit Sicherheit die kostenpflichtige Version erwerben.

Bei Androidforums.com gibt es eine Diskussion zu SystemPanel, in der der Entwickler sein Programm vorgestellt hat:

http://androidforums.com/android-applications/49581-systempanel-task-killer-people-who-hate-task-killers.html

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Musikdienste für Android

9. Mai 2010 dirks 2 Kommentare
Musikdienste für Android

Musikdienste für Android

Ich gebe es zu: Beim Musikgenuss bin ich verwöhnt. Wir haben vor 2,5 Jahren ein Sonos Wireless Multi-Room Music System (»Sonos), kurz Sonos, erworben und inzwischen auf 4 Räume ausgebaut. Sonos hat uns gezeigt, wie einfach der Zugriff auf umfangreiche Musikquellen sein kann. Daran muss sich alles messen.

Seit wir Sonos besitzen, habe ich keinen einzigen Musiktitel mehr gekauft. Stattdessen miete ich meine Musiktitel: Ich streame Musik von kostenpflichtigen oder kostenfreien Musikdiensten. Warum soll ich Musiktitel dauerhaft erwerben, wenn ich sie nur einen kurzen Teil meines Lebens hören möchte?

Sonos kooperiert mit Radiotime (»Radiotime), so dass das Hören weltweiter Internet-Radiosender sehr einfach ist. Auf Wunsch scrobbelt (»Last.fm: Was ist Scrobbeln?) unser Sonos zu Last.fm (»Last.fm) und empfängt auch dessen Stationen (»Last.fm: Radiostation). Ebenso können wir die Radiostationen von Deezer (»Deezer) empfangen. Last but not least besitzen wir auch ein Napster-Abonnement für 9,95 €/Monat (»Napster), so dass wir die rund 10 Millionen Titel der Napster-Bibliothek auf unserem Sonos (und anderen Geräten) abspielen können.

Zu Hause bin ich musikalisch gut versorgt, doch was ist unterwegs? Welchen dieser Dienste kann ich mit meinem Android Smartphone nutzen?

Auf Grund der weltweit unterschiedlichen Lizenz- und Verwertungsrechte ist der Markt für Musikdienste sehr zersplittert. Viele Dienste sind nur in einzelnen Ländern verfügbar. Bei einigen Musikdiensten variiert die Angebotspalette von Land zu Land. Einige Dienste sind kostenlos, andere finanzieren sich über kostenpflichtige Abonnements.

Achtung:

Grundsätzlich muss man beim Streaming auf das Smartphone beachten, dass erhebliche Datenmengen übertragen werden. Für ordentliche Tonqualität sollte der Stream eine Bandbreite von zumindest 128 Kilobit pro Sekunde besitzen. Das entspricht einem Datenvolumen von 60 MB pro Stunde. Bei vielen Smartphone-Tarifen wird damit die Internet-”Flatrate” innerhalb weniger Stunden voll ausgeschöpft. Auch der Stromverbrauch für das Empfangen, Dekodieren und Verstärken ist nicht unerheblich.

In den nächsten Artikeln dieser Serie möchte ich die einzelnen Musikdienste vorstellen:

  1. Radiotime
  2. Last.fm
  3. Deezer
  4. Jamendo
  5. Sonstige: Spotify, Thumbplay, Napster, etc.

P.S.: Nicht dass jemand glaubt, Sonos könne nur von Musikdiensten streamen. Sonos spielt natürlich auch alle gängigen DRM-freien Audioformate aus lokalen Quellen ab. Ebenso perfekt, wie es die Musikdienste integriert.

Android – WLAN-Automatik mit Locale

18. März 2010 dirks Kommentare ausgeschaltet
Locale Situationen

Locale Situationen

Neben dem GPS-Empfang stellt der WLAN-Betrieb einen der größten Energieverbraucher meines Android-Telefons dar. Während ich den GPS-Empfang nur bei Bedarf aktiviere, vergesse ich regelmäßig, den WLAN-Empfang auszuschalten, wenn ich das Haus verlasse. So verschwendet mein Telefon wertvolle Akkuladung auf der Suche nach dem Kilometer weit entfernten, unerreichbaren Heimnetzwerk.

Dieses Problem lässt sich mit dem Programm Locale von two forty four a.m. (»Homepage) lösen. Locale war einer der Gewinner der 1. Android Developer Challenge (»Google). Das Programm war lange Zeit kostenlos als Beta-Version erhältlich. Die fertige Version 1.0.7 ist kostenpflichtig und kann zum – meiner Meinung nach – etwas überzogenen Preis von 9,99$ aus dem Android Market installiert werden.

Locale schaltet situationsabhängig Dienste und Funktionen des Android-Telefons ein oder aus. Situationsabhängig bedeutet, dass das Programm in Abhängigkeit des Orts, der Uhrzeit oder weiterer Kriterien die Konfiguration des Telefons ändert. Es kann WLAN oder Bluetooth aktivieren, Lautstärke und Klingeltöne ändern und vieles mehr.

Meine Anwendung ist relativ simpel: Locale soll in der Grundeinstellung den WLAN-Empfang ausgeschaltet lassen. Sobald ich mich in der Nähe meiner Wohnung befinde, soll WLAN eingeschaltet werden. Wenn ich mich wieder von der Wohnung entferne, dann soll Locale in die Grundeinstellung wechseln und den WLAN-Empfang ausschalten.

Locale kann den aktuellen Aufenthaltsort auf drei Arten bestimmen. In Reihenfolge absteigender Genauigkeit:

  • durch Auswertung des GPS-Signals → auf wenige Meter genau
  • durch Erkennen bekannter WLAN-Netze → auf 20-30 Meter genau
  • durch Bestimmen der aktuellen UMTS-/GSM-Funkzelle → auf 500-2000 Meter genau

Da ich Energie sparen möchte, ist die Ortsbestimmung durch GPS oder WLAN-Netze wenig sinnvoll. Die Ortsbestimmung mit Hilfe der UMTS-/GSM-Funkzelle spart Energie, ist aber recht grob. Ob ich mich zu Hause oder ein paar Straßen weiter aufhalte, kann das Telefon damit nicht unterscheiden.

Das Einrichten der Situation “ZuHause” zeigt das folgende Video:

Die Grundeinstellung (WLAN aus) wird ebenso eingerichtet.

Abschließend sollte noch die WLAN Standby-Richtlinie des Android OS überprüft werden:

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ConnectBot – ein SSH-Client für Android

17. März 2010 dirks Kommentare ausgeschaltet
ConnectBot - Shell auf dem Server

ConnectBot - Shell auf dem Server

Ich war heute auf der Suche nach einem SSH-Client für Android. Die Entscheidung fiel schnell auf ConnectBot.

ConnectBot 1.6.2 ist ein Open Source-Projekt, das unter der Apache License 2.0 veröffentlicht ist. ConnectBot kann kostenlos aus dem Android Market installiert werden.

Beim ersten Start wird eine Hilfe zur Bedienung angezeigt. Das Programm funktioniert problemlos, selbst Steuerzeichen können gesendet werden.

Einziges Manko:
Bei den doppelt belegten Tasten auf der Hauptseite der HTC Tastatur ist die zweite Ebene nicht erreichbar. Drückt man zum Beispiel länger auf ‘n’, um den Bindestrich zu bekommen, so werden sowohl ‘n’ als auch ‘-’ in die Shell eingegeben. Zur Eingabe von Sonderzeichen muss man also auf ‘#12′ drücken, um die Tastaturseite  zu wechseln.

»Projektseite von ConnectBot

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